Technische Grundlagen für Betriebswirte und Kaufleute

1. Tag: Werkstoffe und Ihre Einsatzgebiete

Sie erfahren welche Werkstoffe im industriellen Umfeld eingesetzt werden, welche Eigenschaften sie haben und was aus den Werkstoffen hergestellt werden kann.

Metalle als Werkstoff - die große Auswahl
 Kriterien für die Auswahl geeigneter Metalle
    Das Gewicht - die Dichte
    Die Schmelztemperatur
    Die Wärmeleitfähigkeit
    Elastisches und plastisches Verformungsverhalten
    Weitere mechanische Eigenschaften
    Fertigungsrelevante Eigenschaften
    Chemische Eigenschaften


Eisen / Stahl - nicht ohne Grund das meist verwendete Metall
    Eigenschaften von Stahl
    Gefüge
    Eisenwerkstoffe
    Wärmebehandlung von Stählen
    Härten – bzw. wie das Kohlenstoffatom nicht mehr zurückkommt
    Glühen

Aluminium (Al) - ein Leichtgewicht

Magnesium (Mg) - eingesetzt bei komplizierten Guß-Formen

Titan (TI)  - an Festigkeit kaum zu übertreffen

Kupfer (Cu)

Zinn (Zn)

Zink (Zk)

Blei

Messing

Silber

Gold

Weitere Metalle

Einsatz von Metallen

Handelsformen

Holz / Textilien

Anschließend ist eine Unternehmensbesichtigung zum Thema Werkstoffe geplant.

Weitere Infos zum Studienlehrgang


2. Tag: Bearbeitung von Metallen

Am zweiten Seminartag geht es nun um die Bearbeitung von Metallen. In der Technik unterscheiden wir zwischen Urformen und spanender Bearbeitung. Urformen ist das Gießen, Walzen und das Schmieden von Metallen. Sie werden stauen, dass speziell beim Gießen so manches „auf Sand gebaut ist“…
Schwerpunkt und im industriellen Umfeld sicherlich wichtig, ist die spanende Verformung. Nicht nur, dass hier Späne entstehen, sondern es ist auch sehr spannend zu sehen, wie Bohrer, Drehstähle Fräser und Schleifsteine sich durchs Metall arbeiten. Aber auch Verfahren wie das Erodieren werden angesprochen.

Bearbeitung von Metallen
 Metalle gießen

 Metallen die Form aufdrücken
   Walzen
   Rohrherstellung
   Schmieden
   Sintern
   Biegen
   Tiefziehen
   Fließpressen
   Innenhochdruckumformen (IHU)

Spanende Bearbeitung
 Sägen

 Bohren
   Senken
   Gewindebohren/ Gewindeschneiden
   Reiben:
   Schneidstoffe

 Drehen
   Kühlschmierstoffe
   Hartdrehen

 Fräsen

 Schleifen

Wie kommt das eckige Loch ins Werkstück ? - die Vorteile des Erodierens

Viele Arbeitsgänge sind automatisiert - CNC gesteuerte Werkzeugmaschinen

Bleche schneiden
   Stanzwerkzeuge - hoher Invest - niedrige Stückkosten
   Folgeverbundwerkzeuge
   Laserschneidsysteme - unübertroffen in der Flexibilität

Wasserstrahlschneiden

Oberflächentechnik
Pulverbeschichten
Feuerverzinken
Galvanisieren

Anschließend ist eine Unternehmensbesichtigung zum Thema Metallbearbeitung geplant.


3. Tag: Mechanische Komponenten - Qualitätsmanagement

An diesem Tag geht es  um die mechanischen Komponenten. Wir beginnen mit den Verbindungen, Sie werden stauen, was so alles in einer Schraube steckt. Es geht ums Schweißen, ums Löten. Wir zeigen auf, wie Getriebe funktionieren und was die Hydraulik und die Pneumatik damit zu tun haben. Grundlagen der Messtechnik und der Qualitätssicherung sind weitere Themen, die nicht nur interessant, sondern bei denen es, wie bei vielen anderen Themen auch, gut ist, wenn man die Zusammenhänge kennt, um mitdiskutieren zu können.

Verbindungen

Schraubverbindungen
     Schraubensicherung

Schnappverbindungen

Nietverbindungen

Fittings

Löten

Schweißen
   Elektroschweißen - Lichtbogenschweißen
   Schutzgasschweißen  MIG MAG
   Gasschmelzschweißen auch bekannt als „Autogenschweißen“
   Schneidbrennen
   Strahlschweißen
   Widerstandspressschweißen - Punktschweißen
   Reibschweißen / Ultraschallschweißen

Kleben

 

Mechanische Komponenten

Getriebe
    Riemenscheibe -  Zahnradgetriebe - Kettenantrieb
    Zahnradpumpe
    Lager
    Federn

Technische Mechanik - Statik

Hydraulik

Pneumatik

Messtechnik
    Unterschied Messen - Lehren
    Messen
    Messschieber
    Bügelmessschrauben
    Messuhren
    Messeinrichtungen an CNC Maschinen
    Messmikroskope
    Optoelektronische Messgeräte
    Koordinatenmesssysteme
    Lehren

 

Qualitätsmanagement
    Aufbau des Qualitätsmanagements
    Prüfplan
    Mittelwert ist nicht alles…
    Welche Vorteile statistische Methoden bieten

 

 

Anschließend ist eine Unternehmensbesichtigung zum Thema Mechanische Komponenten und Meßtechnik geplant.


4. Tag: Kunststoffverarbeitung

Nachdem wir im ersten Schritt Kunststoffe für die unterschiedlichsten Anwendungen kennen gelernt haben, ist es spannend zu sehen, wie mit der Spritzgusstechnik im 5 Sekunden -Takt teilweise sehr komplexe Kunststoffteile hergestellt werden können. Dies geht natürlich nicht ohne entsprechende Werkzeuge. Wie komplex die sein können besprechen wir nicht nur in der Theorie, sondern sehen dies auch in der Praxis.

 

Kunststoffe und ihre Verarbeitung

Kunststoffe haben die Welt verändert …

Herstellung von Kunststoffen - Polymerisation

Die drei Hauptgruppen
    Thermoplaste
    Duroplaste
    Elastomere

Herstellung von Kunststoffteilen
    Das Spritzgussverfahren - komplexe Formen, in denen hohen Stückzahlen gefertigt werden
    Der Aufwand steckt im Werkzeug - die Präzision der Werkzeugmacher
    Probleme treten in der Praxis auf?
    Optimierung der Teile durch  die Simulation auf dem Computer
    Einlegeteile

Kennzeichnung von Kunststoffteilen

Extrudieren - Herstellung von Kunststoffrohren

Herstellungsverfahren von Folien

Extrusionsblasen Herstellung von Kunststoffflaschen

Herstellungsverfahren von Formteilen mit Duroplaste

Schaumstoffblöcke - Herstellung von Polystyrol oder Polyurehtan

Vakuumtiefziehen

Verbundwerkstoffe

Kohlenstofffaserverstärkter Kunststoff

Additive Fertigungsverfahren

Anschließend ist eine Unternehmensbesichtigung zum Thema Kunststofffertigung geplant.


5. Tag: Normen - technische Zeichungen verstehen

Eine Technische Zeichnung muss kein Buch mit sieben Siegeln bleiben, Sie werden im Kurs Stück für Stück technische Zeichnungen verstehen. Wir werden an praktischen Beispielen darüber sprechen, wie die einzelnen Teile hergestellt wurden und nachmessen ob wir sie „in unserer fiktiven Wareneingangskontrolle“ so akzeptieren würden. Klar schaffen wir es in den wenigen Stunden nicht 100 % alles zu verstehen – die Lehre zum Technischen Zeichner/ Designer geht drei Jahre.  Aber wir müssen es auch nicht. 80% reichen und das werden Sie an diesem Tag erreichen.  Sie können gerne technische Zeichnungen aus  Ihrem Bereich mitbringen, sofern sie nicht vertraulich sind.
Zu Beginn des Tages geht es aber zuerst noch um technische Normen. Normen und Richtlinien, das scheint eine typisch deutsche Angelegenheit zu sein, wir werden sehen, dass mehr dahintersteckt. In einem weiteren kurzen Kapitel lernen Sie, was bei Patenten zu beachten ist.

 

Technische Normen, Richtlinien
   Aufgaben der Normen
   Wichtige Nomen und Richtlinien

Gewerblicher Rechtsschutz /Patente 
   Was ist zu beachten?
   Unterschied Patent - Gebrauchsmuster, Geschmacksmuster
   Anforderungen an das Patent:
   Was nützt das Patent?
   Arbeitnehmererfindungsrecht
   Gebrauchsmuster

Technische Zeichnungen interpretieren
und dabei Herstellungsverfahren erkennen

   Anforderungen an Zeichnungen
   Der Zeichnungskopf
   Beispiele aus der Praxis
   Toleranzen
   Oberflächenbeschaffenheit - Rauheit
   Die ISO - Toleranzen für Passungen
   Weitere technische Pläne

Anschließend ist eine Unternehmensbesichtigung geplant.


6. Tag: Elektrotechnik


An diesem sechsten Tage beginnen wir mit einem ganz neuen Kapitel, fortan werden wir uns mit vagabundierenden Elektronen, Strom und Spannung, aber auch mit Widerständen beschäftigen. Sie werden zentrale Zusammenhänge der Elektrotechnik verstehen lernen, sehen wie Sicherungen, Leitungen, Schalter und Motoren funktionieren. Wir sprechen über Wechselstrom, Sie werden sehen, warum Transformatoren wichtig sind und bekommen so einen Überblick über eine Technologie, die in unserer Welt nicht mehr wegzudenken ist.

 

Elektronen gehen auf Wanderschaft
   Der elektrische Strom
   Auch Elektronen muss etwas Spannendens geboten werden
   Widerstand ist nicht immer zwecklos
   Spannung erzeugen
   Was leistet der elektrische Strom?   -  Wirkungen des elektr Stromes

Elektrische Bauteile
   Strom schalten - Der elektr Schalter
   Strom transportieren  / Leitungen - Kabel
   Im Notfall schnell abschalten - Sicherungen
   Elektrisch erhitzen

Elektrische Leistung - und Energie

Elektro - Magnetismus - immer noch geheimnisvoll und faszinierend in der Anwendung

Elektrischer Strom erzeugt ein Magnetfeld

Aber es funktioniert auch umgekehrt! Das Magnetfeld erzeugt elektr Strom
   Das Prinzip des Stromgenerators
   Trafo - ohne ihn sähe die Welt anders aus
   Induktiv Erwärmen

Elektromotoren bringen Bewegung in die Maschinen
   Die Vielzahl unterschiedlicher elektrischer Antriebssysteme
   Das Prinzip von Hase und Igel -  Gleichstrommotor
   Schrittmotor
   Drehstromnetz - Prinzip und Einsatz des Asynchronmotors
   Motoransteuerung – Fequenzumrichter
   Beispiele für Elektromotoren in der Praxis

Anschließend in Absprache mit den Teilnehmern eine Unternehmensbesichtigung.


7. Tag: Elektronik - Automatisierungstechnik

Nachdem wir uns - als Wiederholung - die wichtigsten Zusammenhänge der Elektrotechnik in Erinnerung gerufen haben, geht es um die Elektronik und die Automatisierungstechnik. Sie wissen alle, wie rasant sich die Elektronik entwickelt hat und dies hat seinen Grund. Sie werden die Grundlagen verstehen lernen, sehen können, warum sich die digitale Welt so schnell ausbreitet, um dann verstehen zu können, was dies auch für die Automatisierungstechnik bedeutet. In der Automatisierungstechnik geht es dann darum, was  mit den Sensoren erkannt werden kann und warum nicht nur gesteuert, sondern auch geregelt werden muss.

 

Elektronik
   Strom steuern, nicht nur schalten
   Früher war der Aufwand sehr groß
   Halbleiter als „Problemlöser“
   Wie Halbleiter funktionieren - Ein kurzer Einblick
   Erst die Transistoren haben die Welt verändert  Warum ?
   Ein Transistor ist meist zu wenig - die integrierten Schaltungen - ICs
   Kurzer Einblick in den Herstellungsprozess
   Hochkomplexe Schaltungen
   Weitere Halbleiterbauelemente

Empfindlichkeit gegen elektrostatische Aufladung

Fertigung von elektronischen Platinen

Der Wandel von „analog“ zu „digital“
   Was bedeutet analog - was digital ?
   Warum setzt sich die Digitaltechnik immer mehr durch?
   Der Mikroprozessor
   Was führte zur Entwicklung eines Mikroprozessors?
   Grundstruktur eines Mikroprozessorsystems
   Funkwellen -   Elektromagnetische Störungen


Automatisierung

   Sensorik - Aktorik
   Sensoren - Die fünf Sinne der Maschine
   Optische Sensoren
   Wege und Drehwinkel werden mit Licht gemessen
   Weitere Sensoren zur Weg- und Winkelmessung
   Sensoren zur Messung von Kraft, Druck  und Drehmoment
   Induktive Näherungsschalter
   Sensoren, die akustische Signale erkennen
   Temperatursensoren
   Sensoren zur Analyse chemischer Stoffe

Aktorik

Regelungs- und Steuerungstechnik
   Regeln oder Steuern - ein entscheidender Unterschied
   Beispiele aus der Praxis
   Steuerungen

Robotertechnologien

Identifikationssysteme

Barcode – Strichcode

RFID

Bildverarbeitung - das elektronische Auge

Anschließend ist eine Unternehmensbesichtigung geplant.


8. Tag: Informationstechnologien

Am Seminartag unserer Weiterbildungsserie geht es um die Informations- und Kommunikationstechnologien. Es sind die vielen verwirrenden Begriffe, die es uns oft schwer machen, die Zusammenhänge zu verstehen. Ich zeige Ihnen an verschiedenen praktischen Beispielen, dass es gar nicht so schwer ist, die grundlegenden Prinzipien der Informationstechnik zu verstehen. Wichtig ist es auch hier wieder, einen Überblick zu bekommen, nicht nur über die Computertechnologien und die Softwareentwicklung, sondern vor allem auch über Bussysteme und die Entwicklungen, die in Zukunft anstehen.

Computertechnologien im Überblick
   Aufbau von Rechnersystemen
   Der Mikroprozessor
   Was führte zur Entwicklung eines Mikroprozessors?

Speichermedien
   Disketten und Bänder
   Festplatte
   Arbeitsspeicher
   Memory Stick Flash-Speicher
   CD - ROM

Drucksysteme
   Tintenstrahlprinzip
   Prinzip Laserdrucker / Kopierer


Computernetze und Bussysteme

   Aufgabe der Rechnernetze
   Netzwerkkomponenten
   Lichtwellenleiter
   Anschlusskabel am PC – ein Überblick

Internet

Netzwerke an der Maschine und im Auto Feldbusse

Organisation größerer Rechnersysteme; Client – Server- Architektur (CSA)

Was sind Embedded Systeme?

Softwareentwicklung
   Wie sehen die Befehle aus, die der Computer verstehen kann ?
   Wie werden sich die Methoden in der Softwareerstellung in Zukunft entwickeln?
   Von der Produktidee bis zur Serienreife
   CAD- Systeme - weit mehr als nur Zeichnen
   Simulation

In Absprache mit den Teilnehmer Unternehmensbesichtigung


Sie haben noch Fragen zu Inhalt, Ablauf oder Organisation?

Greifen Sie einfach zum Hörer und kontaktieren Sie den Seminarleiter, Berthold Villing, persönlich. Alternativ können Sie ihm auch eine E-Mail schicken

Fon: 07426 9319875
E-Mail: b.villing@bs-as.de

Berthold Villing, Diplom-Ingenieur Elektronik (FH), Diplom-Wirtschafts-Ingenieur (FH) und Master of Science im Fach Biomedical Engineering verfügt nicht nur über drei akademische Abschlüsse, sondern hat darüber hinaus auch umfassende Berufserfahrungen als Ingenieur, Projekt- und Entwicklungsleiter,sowie 20 Jahre als Dozent. Seit 2003 ist er der leitende Direktor der Steinbeis Business School Alb-Schwarzwald.